Samstag, 4. August 2007

Österreichreise (1.Tag)

Linz - Drosendorf (210km)

Und los gings. Endlich war er da - der langersehnte Urlaub.
Nach gemütlichem Frühstück starteten wir um 9 Uhr unsere erste, gemeinsame Österreichreise.Von Linz gings zunächst der B1 entlang richtung Enns, dann über die Donau rüber an Mauthausen und Perg vorbei der B3 folgend nach Grein.
Von dort immer der Donau entlang durchs Strudengau, bis wir kurz nach Sarmingstein Oberösterreich für ganze 12 Tage verließen.
Eingangs der Wachau machten wir dann die erste kurze Rast in Persenbeug.
Hier prägt eine mächtige über 700 Jahre alte Linde den kleinen aber feinen Marktplatz.
Nach einer kurzen Zigarretten und WC-Pause fuhren wir dann weiter nach Spitz.
Dort parkten wir nebst derFährenanlegestelle und starteten einen kleinen Spaziergang durch den wohl bekanntesten Wachauer Ort.
Der Marktbrunnen ist hier allemal ein Foto wert.
Auch der Kirche, statteten wir einen Besuch ab, bevor es nach Dürnstein weiterging.
Unser Magen begann bereits zu knurren und so machen wir uns auf die Suche nach einem schönen Gasthaus. Zuvor aber war noch ein kurzer Shoppingbummel durch die Altstadt angesagt. Schnell wird man hier fündig. Als bekennender Österreichfan konnte ich natürlich nicht am "AUSTRIA"- Leiberl vorbeigehen.
Das Gasthaus "Altes Presshaus" bot sich zur Einkehr an.
Mit satten Eindrücken und gefülltem Bauch rollten wir uns danach zum Auto hinab.
Sodann ging es weiter richtung Krems, wo wir nach Norden ins Kamptal abzweigten.
Kurz nach Gars zweigten wir dann zur Rosenburg ab.
Eingangs erhielten wir zwei Audioguides. Zunächst etwas befremdet, fand ich diese I-Pods schließlich super, denn sie machen einen Burgspaziergang um einiges interessanter und informativer.
Nach Besuch des Rosengartens ......besichtigten wir die Rosenburg Schritt für Schritt genauer.
Sämtliche Zimmer und Säle, die einem in eine andere Zeit zurücksetzten, wurden inspiziert.
Einige besondere Möbeln wie zum Beispiel dieses Himmelbett ...
...oder dieser Gesellschaftsstuhl fand ich besonders originell.
Um 15:30 Uhr begann die Flugshow.Hier der größte Adler den es gibt - der Seeadler.
Aber auch dressierte Pferde, Falken, Geier und Eulen waren zu bestaunen.
Am besten gefiel mir aber der Sturzflug eines Wanderfalkens, der es im Sturzflug auf bis über 200kmh bringen kann. Somit ist es das schnellste Lebewesen, dass es auf Erden gibt.
Uns gefiel die Show dermaßen gut, dass wir sie sogar zweimal besichtigten.
Zuvor machten wir aber noch eine Kaffeepause und besichtigten den imposanten Marmorsaal
und die Bibliothek.
Kurz nach 18 Uhr waren wir dann in Drosendorf - unserem heutigen Ziel.
Das Gasthaus "Zur alten Schmiede" hatte nach telefonischer Reservierung noch ein Zimmer für uns parat.
Nach Zimmerbelegung und Einquartierung machten wir noch einen abendlichen Spaziergang durch die tolle Altstadt von Drosendorf.
Den alten Stadtgemäuern ging es der Sommerpromenade entlang.
Am Liebesplatzl machten wir natürlich Halt.
Wir genossen die Langsamkeit die dieses alte Dorf ausstrahlte
... und entdeckten ein paar Hängematten, die nur so auf uns warteten ... ... klar mußten wir diese austesten ... Bis 21Uhr gab es in unserem Nachtquartier, der "alten Schmiede" warme Küche.
5 Minuten vor 21 Uhr trudelten wir deswegen hungrig und wieder weniger langsam im Gasthaus ein.
Als wir Schnitzel und Blattsalat mit Hühnerstreifen bestellten, erkundigte sich meine Freundin beim Wirt'n wie denn Waldviertler Knödel gemacht werden. Es gab 'ne Diskusion, da meine Freundin anderer Meinung war. Letztlich kamen wir zum Schluß, dass sie überall anders gemacht werden, ich sie aber unbedingt mal gerne verköstigen würde.
"Kein Problem" erwidererte der Wirt und brachte mir 2 original W-Knödel mit Saft.
So ließen wir also diesen erlebnisreichen und schönen,ersten Urlaubstag deftig und typisch österreichisch ausklingen.
Meine Freundin mit W.-Schnitzel und ich mit "original?" Waldviertlerknödel.
Mmmmh -in jeden Fall- lecka.

Sonntag, 29. Juli 2007

Schieferstein (1206m)

Einer der merkwürdigsten und sagenreichsten Berge in den Voralpen ist der Schieferstein im schönen Ennstale. Breit und behäbig, aus grünen Fluren sich erhebend, steht er da inmitten seiner grünbewaldeten Brüder; aus dem dunklen Waldmantel, mit dem er sich umkleidet hat, reckt er sein spitzes, nacktes Steinhaupt hoch in den blauen Himmel, über das zu Zeiten weiße, mitunter auch schwarze Gewitterwolken eilend oder gemächlich ziehen; zuweilen bleiben sie auch drohend stehen und schleudern unter Donnergrollen feurige Blitze um sein schweigendes Steinhaupt.
Wie schon vor 8 Tagen, zog es mich heute zum Schieferstein, diesem sagenumwobenen Berg.
Ähnlich wie letzten Samstag, bot sich auch das Wetter wieder... mystisch.
Ich fuhr wie letzte Woche auch um 7:30 Uhr von zuhause weg und
startete um 8:45 meine Tour.
Diesesmal allerdings vom Gehöft Habichler - südseits des Berges - auf bereits (785m).
Gleich hinter dem Gehöft endet der asphaltierte Weg und geht in einen Schotterweg über.
Nachdem ich ein Kuhgatter passiere, geht es links diritissima über eine Almwiese steil bergauf.
Entlang eines Zaunes gewinne ich schnell an Höhe und überquere noch 2 Mal den Schotterweg, der sich flacher hinaufschlängelt.

Ich erreiche einen Wald und schon nach einer guten halben Stunde bin ich auf 1030m Höhe, dort, wo ich vor 8 Tagen wieder abgestiegen bin. Heute hatte ich aber keinen Stress und so gings gemütlich weiter.
Auf ca. 1130m gibt der Berg den Blick nach Norden hin frei.
Rechts sieht man den Windpark Laussa am Plattenberg (3 Windräder).
Keine 10 Minuten später, befinde ich mich schon unterhalb des steinernen Jägers. Der wohl markanteste Felssturz dieses Berges.
Entwas skeptisch mein Blick nach oben.
Hier ist er also,der versteinerte Jäger, samt Jagdhund.

Was schießt er auch den weißen Hirsch in der Rupertinacht ab.


1977 mußte hier auch Josef Trillsam sein Leben lassen.

Sie ist also nicht zu unterschätzen - diese Passage hinauf zum schönen Gipfelkreuz des steinernen Jägers.
Hier muss man zunächst die Versicherung runter und rechts um die Kurve rum. Die Ausgesetztheit erreicht hier wohl ihren Höhepunkt.
Zwar steht jenes Kreuz auf nur 1185m, als 20m tiefer als das Gipfelkreuz, ist jedoch um einiges schöner und etwa dreimal so groß.
Nach einer Stunde vom Parkplatz aus, war ich also am "stoananen Jaga".
...
Leider wurde es von Norden her immer dunkler. Aber noch war es trocken und ich konnte erkennen, dass es keine schweren Regenwolken waren, die immer näher kamen.
vielmehr mystische Schleierwolken, die der ganzen Wanderung einen zusätzlichen Reiz verliehen.
Nach einer 10 minüten Gratwanderung erreiche ich dann auch den Hauptgipfel, mit seinem eher mikrigen Kreuz.
Dennoch ein wunderschönes Platzerl zum genießen.
auch der Blick richtung Süden nach Reichraming und der 1183m hohen Brunntalmauer, dem Nachbarberg vom Schiefersetin konnte man immer wieder genießen. Richtung Norden allerdings zog es nun mächtig zu. Noch machte ich mir darüber aber keine Sorgen. Ich blätterte im Gipfelbuch und las einige schöne Sprüche und sogar Gedichte.
dieses hier fand ich am witzigsten:

Gott hat die Berge so hoch gestellt
damit nicht jeder Lumpenhund von dem
die Täler so reichlich gesegnet
hier oben dem braven Wanderer begegnet.

Und tatsächlich, ich bin heute der erste und wohl auch der letzte der sich im Gipfelbuch einträgt.
Auch sonst bin ich keinem einzigen Wanderer begenet.
As ich dann meinen Blick nach Westen wende erkenne ich plötzlich aufsteigenden Nebel.
Die letzten Sonnenstrahlen beleuchten das ganze und lassen es noch mystischer wirken als es ohnehin war.
Von Norden zog der Nebel übern Kamm, sodass sich beide Wolkenschleier auf halber Berghöhe trafen und vereinten.

Dem weißen Hirsch von der Sage, bin ich zwar nicht begegnt, aber ich ja auch nicht in der Rupertinacht unterwegs gewesen.
Außerdem - allein die herumziehenden Nebel und Wolkenfetzen zu beobachten war wirklich beeindruckend.Von Gipfel konnte ich sogar mein parkendes Auto sehen.
Ein letzter Fokus zurück zum Gipfelkreuz, bevor es nach einer halben Stunde Gipfelrast wieder hinab ging.
bzw. die ersten 10Minuten fast eben am Grat entlang.
Der stoanane Jaga war schnell nebelumhüllt. Auf einer Höhe von 1100m Meter begang es sogar zu regnen. Aber zum Glück nur 5 Minuten.
Der Waldboden war dennoch etwas feucht und rutschig.
Trotzdem kein Problem für mich. Ich ging dementsprechend vorsichtig.
Als ich zur Almwiese kam, entschied ich mich den flacheren Forstweg zu nehmen, da die Wiese sicher rutschig war und mir außerdem einige Kühe den Weg verstellten.
Nach 3 Stunden, um 11:45 Uhr bin ich wieder am Parkplatz
und seh ein letztes Mal zum Gipfel hinauf.
Eine schöne und mystische Wanderung ging nun zu Ende.

Samstag, 28. Juli 2007

Richtberg (1036m)

Nachdem ich meine Eltern am Strandbad Weyregg aussteigen lasse, begebe ich mich mit meinem Auto zur Kreuzing-Alm.
Dort lasse ich mein Auto stehen und beginne um 10 Uhr meine kurze Tour.
Fast eine halbe Stunde gings beinahe eben einen Forstweg entlang. Bis hier hin.
Dann gings im Wald steilerwerdend hinauf.
Nach genau einer Stunde erreiche ich den höchsten Punkt des Berges, den kein Kreuz ziert.
Dafür allerdings 12 Meter tiefer eine wunderschöne große Kapelle (od. kl.Kirche), welches allgemein als Tafel bezeichnet wird.
Nach einer Rast gehts dann wieder den gleichen Weg hinab.
Bei der Hälfte des Abstieges beschließe ich noch den Windhag mitzunehmen.
Zunächst kämpfe ich mich durch mannshohes Gras,
...kann aber immer wieder einen verwachsenen Weg ausmachen.
Dann gehts über einen Zaun auf eine Wiese.
Der Gipfel ist schon von weitem erkennbar.
2 Hochstände zieren ihn.
Dann gehts flach einer Almwiese entlang.
Am Ende des Bergrückens, der Blick hinab zur Kreuzing-Alm

Weglos geht es hinab - zunächst am Waldrand entlang, dann durch nicht allzu steilemWaldboden.
Nicht ganz dort wo ich wollte, kam ich dann wieder auf den Forstweg.
Um 13 Uhr erreiche ich den Ausgangspunkt, die Kreuzingalm.
Abkühlung gab es nach der Wanderung im 21°C "warmen" Attersee...

Sonntag, 22. Juli 2007

Schieferstein-Vers.1 (1030m)

Nach zwei-wöchiger Hitzeperiode (meißt um die 35 °C) gab es heute erstmals einen kühleren und bedeckten Tag.
Da es während der gesamten Wanderung so gut wie kein Sonnenstrahl durch die Wolkendecke schaffte, wurden meine Fotos dementsprechend dunkel.
Erst gegen 7:30 fahre ich von zuhause weg.
Bei Hargelsberg fing es sogar leicht zu regnen an, aber ich ließ mich nicht von meinem Vorhaben abbringen.
Von weitem erscheint einem schon der mächtige, obgleich gar nicht so hohe Schieferstein(1208m).
Nach einer längeren Parkplatzsuche in und um Losenstein, fand ich schließlich einen geeigneten Ausgangspunkt.
Den Parkplatz zum Pfenningstein (555m).
Um 8:45 Uhr ging ich von dort aus los.
Zuerst 10 Minuten rauf zum Hackerbauer...
...20 Minuten sind es hier nur mehr bis zum Pfenningstein, der einem sogleich erschien.
Die letzten Blicke hinab auf Losenstein, bevor es durch einen Wald bergauf ging.
Dann der mächtige Pfenningstein,...
... der nur von Kletterern bezwungen werden mag.
Deswegen machte ich mich gleich weiter, etwas abkürzend richtung Bergrücken hinauf.
Dort angekommen gings unschwierig und dennoch reizvoll weiter.
Einmal ist zwar eine kurze Leiter zu überwinden...
... aber es ist nirgends richtig ausgesetzt oder gefährlich.
Auf 900m muss man ein paar Meter absteigen, um einen größeren Feldklotz zu umgehen.
Leider hatte ich heute etwas Zeitdruck (um 13 Uhr sollte ich wieder zuhause sein) und konnte die gesamte Wanderung nicht ganz so genießen wie sonst.

Da das Wetter auch nicht zu 100% mitspielte, entschied ich auf einer Höhe von 1030m (=30 min unterhalb des Gipfels) wieder abzusteigen.
Ich nahm mir aber vor, in den nächsten Wochen den "steinernen Jäger" samt Gipfel von der Südseite aus (Reichraming) zu erklimmen. Wird sicher auch schön.
Am höchsten Punkt angekommen (1030m) ...
Sanft und gemütlich gings nun - um mittlerweile 10:15 Uhr - wieder bergab.
Am östlichsten Punkt meiner Wanderung, begegnete ich den ersten und gleichzeitig auch einzigsten Wanderer, dieser Tour.
Hier mußte ich scharf links wieder zurück zum Hack.
Kurz sieht man immer wieder den "Steinernen Jäger" aus dem Wald herausragen.
Als ich mich am Ende eines Güterweges - zwecks Abkürzung -nicht an die Schilder halte, komme ich in unwegsames, ungemütliches und steil abfallendes Waldgelände.
Meine Abkürzung war also nicht wirklich eine.
Ich gab meinem GPS-Gerät die Schuld, die mir eine falsche Höhe zeigte. Egal.
Irgendwie gelangte ich nach einer abenteuerlichen halben Stunde aber doch wieder auf den rechten Weg und musste mich bei einem Marterl abschließend noch nach oben hin bedanken.
Ja... mein Helfer lebet noch :-)
Um 11:45 Uhr komme ich dann unbeschadet am Auto an.
Eine schöne, wenngleich auch gipfellose Tour.