Samstag, 10. Februar 2007
Samstag, 20. Januar 2007
Sonntag, 14. Januar 2007
Pfenningberg (616m)
Den Pfenningberg.
So viel zur namensgebenden Geschichte des Pfenningberges. Nach dem gemütlich ausgedehnten Sonntagsfrühstück des 14. Jänners 2007, fahre ich also nach Plesching nebst Linz. Dort, beim Gasthaus Kolmer, direkt am Pleschingersee starte ich kurz vor 11 Uhr meine Tour. Bei vorerst noch bedecktem Himmel geht es den Treppelweg entlang der Donau Richtung Steyregg.
Trotzdem es nach ca. 20 Gehminuten leicht zu nieseln beginnt, lasse ich mich nicht von meiner heutigen Tour abbringen, sondern vertraue den Wetterprognosen, die schöner werdendes und weiterhin warmes Wetter prognostiziert hatten. Zudem hatte ich Rückenwind, der mich schnell vorwärts brachte und somit auch die Wolken meines Zweifelns bald vertreiben sollte.
Nachdem ich die Steyregger- und Eisenbahnbrücke unterquere, biege ich links in einen Augürtel ab und überschreite den Katzbach.
Hier, wo sich ein Wegweiser und ein gemütliches Bankerl befindet, lege ich erneut eine kurze Rast ein, um das schöne Panorama auf mich einwirken zu lassen. Das Wetter wurde mittlerweile immer freundlicher und immer wieder blinzelte die Sonne zwischen den Wolken hervor. Danach ging es durch den Mischwald von 380 auf 500 Meter steil bergauf, bis hinter einer Geländekuppe der Braunerhof und zum ersten Mal auch der Gipfel zu sehen ist. Vorsicht ist hier besonders im Sommer geboten, da angeblich viele freilaufende Gänse dem Wanderer nicht sehr freundlich gesonnen sein sollen. Weiter geht es nun eben auf einer Art Hochplatteau und asphaltiertem Weg, bis zur nächsten Wegteilung. Die Schilder sind hier gut angebracht, wodurch man sich beinahe nicht verlaufen kann. Ich zweige rechts ab, wähle also den Weg Richtung Gipfel. Man passiert zwei Häuser, nach denen es wieder auf einem Schotterweg leicht schlängelnd bergauf bis zur nächsten Kreuzung geht. Rechts ginge es hier hinunter zum beliebten Ausflugsgasthof Daxleitner, gerade aus verläuft ein Güterweg rund um den Pfenningberg und links, zum Gipfel. Ich gehe also links hinauf Richtung Gipfel. Knappe 100 Höhenmeter sind von hier aus noch zu bewältigen. Der Weg ist steil und mit viel Laub bedeckt, aber ich kann ihn immer gut ausmachen und so erreiche ich nach ca. 2 Stunden das Gipfelkreuz auf 616m.
Mittlerweile sind kaum mehr Wolken am Himmel und ich wandere fast den gesamten Rückweg gemütlich durch die freie Westflanke immer begleitet durch eine aussichtsreiche Kulisse auf Linz hinab zur Bundesstraße. Dort lädt nicht nur das Gasthaus „Pleschinger Stub’n“ zur Einkehr ein, sondern auch das Kilimanscharo zum Steckerlfischessen.
In wie weit haben wir Oberösterreicher dieses warme Winterwanderwetter der unaufhörlich CO2 ausstoßenden Voest zu „verdanken“ ?
Zwar wird jener, der von so vielen gelobte und für (Ober-)Österreich finanziell zweifellos gewinnbringende Konzern, global nur einen ganz winzigen Bruchteil zur Klimaerwärmung beitragen. Trotzdem einen kurzer Gedankengang war es für mich allemal wert. Sollten wir uns außerdem nicht alle Fragen, wo wir die Grenzen zwischen gut und böse ziehen?
Wie dem auch sei, letztlich ändert die Voest auch nur unwesentlich etwas an der persönlich nachhaltigen Quelle meiner Lebensfreude, meiner Regeneration vom Müll des Alltags und meinem erneuerbarem Energiegewinn, den ich durch das (zum Glück ökologisch noch unbedenklichem) Wandern in meiner geliebten Heimat immer wieder erlange.
Donnerstag, 28. Dezember 2006
Sonntag, 26. November 2006
Viel Licht am Lichtenberg
Wir fuhren per Auto auf den Lichtenberg, der seinen Namen ( zumindest heute) auch zurecht trägt. Am Ende der Straße, dem Ziel schon sehr nahe, wurde es licht.
Wir haben die Wolken unter uns zurück gelassen und "schwebten" nun beinahe darauf.Bei sonnigen und angenehmen 15 °C spazierten wir auf die Aussichtswarte am Lichtenberg.
Wunderbare Bergwelt im Sonnenlicht.
Auf der Aussichtswarte:
Blick auf SchafbergDer Attersee ist unter der Wolkendecke.

Nur Berge die höher als 700m waren schafften es ans Licht.
Natürlich auch die 1745m hohe Zimnitz, die ich heuer im August bestieg.
Links (nördlich) vom Traunstein begann das Nebelmeer.-
Ein anschließender Spaziergang durchs gläserne Tal rundete den schönen Tag ab.
Samstag, 18. November 2006
Sonntag, 22. Oktober 2006
Miesweg
der einem entlang des Traunsees führt. Vorbei am Moaristidl
durch 2 Tunnels,
am Einstieg des Naturfreundesteiges vorbei, bis zur Brücke über den Lainaugraben.
Man könnte weiter leicht ansteigend bis zur Mair-alm gehen.Wir aber beschließen noch die letzten Sonnenstrahlen am Transeeufer zu genießen.
übrigens gabs im Anschluß noch Kaffee und Kuchen beim Hoisn Wirt, wo wir um 17 Uhr noch immer angenehme 20°C hatten. Unglaublich warm für diese Jahreszeit.
Samstag, 19. August 2006
Die Zimnitz (1745m)
Erneut zog es mich hinaus in die wunderbare Natur
Der rohe Klang der Stadt, samt deren Gesellschaft
sollte mich nicht mehr länger quälen
Erneut war es mein Wille noch intensiver
bewusster im Hier und Jetzt zu leben
Das Mark des Lebens aufzusaugen
um alles auszurotten was nicht Leben ist.
Erneut wurde es Zeit, den Weg zurück zu mir einzuschlagen, um mich und meine Grenzen wieder deutlicher spüren zu können.
Erneut war es mein Ziel, als Grenzgänger und Gratwanderer von meiner Freiheit Gebrauch zu machen.Stets knapp am Abgrund, doch immer hart am leben.
So lauteten diesmal meine - zugegeben sehr hochgesteckten, etwas philosophisch angehauchten - Ziele.
Ich habe ihn wohl gesucht, diesen Berg, der mir bei meiner Zielfindung vielleicht etwas entgegen kommen würde und fand ihn alsbald in der sagenumwobenen, ja fast mystischen wirkenden Zimnitz. (die in Landkarten meist als Leonsberg bezeichnet wird)
Zwischen Schafberg-Völkerwanderung und Traunstein-Massentourismus thront diese massive Berggestalt eher einsam und kaum bewandert mit drei Gipfeln (Gartenzinken, Mitterzinken und dem 1745 Meter hohen Hauptgipfel).
Umso mehr der Anreiz für mich diesen Berg zu erwandern, tu ich das doch lieber auf einsamen, kaum begangenen, als auf von Menschenmassen frequentierten Wegen und Pfaden.
Ich fuhr also bis nach Pfandl/Kreutern nebst Bad Ischl, ließ dort mein Auto stehen und startete meine Bergtour auf ca.520m Meereshöhe.
Zunächst ging es einer Forststraße entlang relativ eben hinein ins Tal des Zimnitzbaches, durch die sogenannte "enge Zimnitz" bis zu einem kleinen Wasserfall.
Hier endete dann der bis dahin gemütliche Spaziergang und es begann der steile Waldanstieg mit vielen Serpentinen...
rund 600 Höhenmeter hinaus bis zur Schüttalm auf 1166 m. Bei der Weggabelung auf der Schüttalm musste ich dann kurz innehalten. Hab ich mir etwa doch zuviel zugemutet ? Kommt Hochmut vor dem Fall ? Der Gipfel war noch fern und mein schwerer Atem gab mir deutlich zu verstehen, dass es um meine Kondition nicht gerade zum Besten stand. Der um 400 Meter niedrigere Nachbarberg Gspranggupf bot sich hier als leichtere Alternative an. Aber mein Ehrgeiz war erweckt und irgendwie hatte ich, da ich schon so weit gekommen war „Blut geleckt“ und wollte mehr. Außerdem nährte das Panorama der umliegenden Berge zunehmend meine Augen und meinen Willen den höchsten Gipfel zu erklimmen. Nicht nur das, irgendetwas betäubte scheinbar meine manchmal zu schmerzen beginnenden Füße. War es das Panorama oder gar der Zimnitzgeist ? Nach einer kurzen Rast bei der Jagdhütte Schüttalm und ein paar sagenhaft, philosophisch, abergläubigen Gedanken später, entschied ich weiterzuwandern. Nach 150 erklommenen Höhenmetern, lichtete sich der Wald gänzlich und ich erreichte den Gratrücken der Zimnitz.
Entlohnende Blicke: einerseits hinunter zum Ausgangspunkt Pfandl, Kreutern und Bad Ischl
andererseits auch zum Attersee, ebenso zum Wolfgangsee
Nachdem ich das herrliche Panorama des Salzkammergutes reichlich genossen habe, mach ich mich auf den Weg zum Abstieg. Gleich zu Beginn die ersten Blicke zurück zum Gipfel.
... rechts und links steile Abhänge.
Schon etwas gezeichnet von den Strapazen genoss ich hier dennoch (viel mehr noch als am Hauptgipfel) die stille Einsamkeit.
Keine lästigen Stechmücken, keine lauten Menschen - nur mehr ich, die Sonne, der Wind und
noch einmal mehr die herrlichen Blicke ringsum auf Schafberg
bis hin zum Dachsteingletscher.
Nach knapp einer halben Stunde Entspannung, nahm ich dann den steilen und etwas ungemütlichen Abstieg in Angriff. Erschwerend durch die heiße Nachmittagssonne, die nun immer gnadenloser auf die kahle Westflanke des Berges knallte, kam hinzu, dass mein Trinkvorrat zu Ende ging. Erst 400 Höhenmeter unterhalb des Gartenzinken - am Walkerskogel, begann der schattenspendende Wald, der den letzten steilen Abstieg etwas erträglicher machte. Längstens an meine körperlichen Grenzen gestoßen, erreichte ich nach unzähligen Pausen und einem mehr als 3 stündigen Abstieg meinen Ausgangspunkt in Pfandl. Zum Glück war Samstag und der Billa in Pfandl hatte noch geöffnet. So hab ich es wohl einer 1,5 Liter Flasche Mineralwasser (die ich in kürzester Zeit leer trank) oder auch dem sagenhaften Geist der Zimnitz zu verdanken, dass sich mein Lebensbäumchen (siehe Zimnitzsage) und mein Blick ein allerletzes Mal stolz hinauf zu den erklommenen Gipfel aufrichten konnte. Ein wunderschöner Tag ging zu Ende. Dankbarkeit macht sich in mir breit, denn ich hab meine persönlichen Ziele zum großen Teil erreicht. Ich ging an Grenzen, den Grat entlang, überwand meinen inneren Schweinehund, war im Stande die wunderschöne Natur und deren stille Einsamkeit genießen zu können. Ich habe den höchsten Gipfel erklommen, bin erschöpft, aber gesund im Tal und wieder ein Stückchen näher bei mir angekommen.
Möge ich ihn noch lange in mir weitertragen können.
Diesen – meinen - ganz persönlichen Zimnitzgeist.
In schöner Erinnerung an den 19.August 2006
Meine "Zielfindung" sprich "Wolfsfährte" (rot markiert)
auf der Zimnitz: (siehe Kartenausschnitt oben)
Aufstieg: Von Pfandl über "Enge Zimnitz" und Schüttalm: 3-3,5 Stunden
Abstieg: Über Mitterzinken, Gartenzinken und Walkerskogel: 2,5-3 Stunden











