Samstag, 25. Oktober 2008

Aufs Dach von Wels - Krailberg (504m)

Mit dem "Dach von Wels" besteigt man die höchste in die Atmosphäre aufragende Landmasse im Bezirk, mit ihrem allesüberragenden 500er-Gipfel, den Krailberg. Sein berühmtester Bezwinger ist mit Sicherheit Sir Mundl Hillary, der hier im März 1953 sein Höhentraining im Rahmen der Vorbereitung zur EverRestl-Besteigung absolvierte.
Na das hörte sich doch stark nach Herausforderung an ;-)
Ich ließ es heute dennoch sehr gemächlich angehen.
Nach langem Ausschlafen wurde dann um die Mittagszeit, gemeinsam mit meinen Eltern das Lieblingsgasthaus in Wels aufgesucht.
Es gab feinstes Wild mit Knödel, dazu Rotwein.
Dermaßen gestärkt konnte ich mich nun auf Expedition begeben.
Kurz nach 15 Uhr traf ich im Basislager Staffel ein.
Sogar das trübe Wetter tat heute keinen Abbruch.
Waghalsig kletterte ich weglos und diritissima über die berüchtigte Krailberg-Nordwand auf.
Die Bäume wurden dichter - die Luft immer dünner.
Selten konnte man hier noch rettende Wegmarkierungen und Lebenszeichen ausmachen.
Nach atemberaubenden 15 Minuten erreichte ich dennoch den Gipfel, der von tibetanischen Fahnen gekennzeichnet wird.Zusätzlich mit Vermessungszeichen, für die, die es nicht glauben können.Dem nicht genug begab ich mich auch noch auf "Geo-Cache-Suche".
Hier irgendwo mußte er begraben sein.
Nach längerem Buddeln im Tannenreisig, musste ich die Expedition nach dem Cache aber erfolglos abbrechen.
Die dünne Luft tat meinem Gecko samt Spürsinn nicht gut. Zudem wußte ich, dass man sich nicht zu lange in der Todeszone aufhalten dürfte.
Deswegen ging es schnellstens wieder hinab ins Basislager um der akuten Gefahr der Höhenkrankheit zu entkommen.
Geschafft !
Stolzer Brust kann ich nun behaupten, das Dach von Wels unbeschadet erklommen zu haben.
Unbeschadet ? ... fragte mich mein Vater danach, als ich ihm davon berichtete.
Dazu wollte er mir gratulieren, es anerkennen und mir nur sagen... daß er es schon immer gewußt hat, daß ich einen vermeintlich kleinen Dachschaden habe.
Tzzz- sehr nett - dieser Neidbolzen *g*
Egal, mir hats Spaß gemacht :-)

Sonntag, 19. Oktober 2008

Pfenningberg (616m)

Die Anfrage einer Freundin, ob ich mit ihr mal auf den Pfenningberg wandere, konnte ich unmöglich ablehnen.
Den Pfenningberg -eines meiner "Hausberge"- den ich schon fast traditionell zu Jahresbeginn erwandere, wurde heute zur Abwechslung auch mal im Spätherbst und in netter Begleitung besucht.
Zunächst mußten wir uns aber noch stärken.
Im Restaurant Kolmer direkt am Pleschingersee kann man das in bester Art und Weise.
(Küche sehr zu empfehlen)
Gut gestärkt umrundeten wir zuerst noch den Pleschingersee, bevor es dann nach Überquerung der stark frequentierten L569 auf asphaltierter Straße bergauf ging.
Wetter und Stimmung konnten nicht besser sein.
Nahe dem Gehöft Pimesbauer hat man hier einen ähnlich schönen Blick auf Linz, wie vom Pöstlingberg.Es gibt hier weniger Touristen als am Pö-berg, dafür mehr Mountainbiker.
Nach gut einer Stunde (schätzungsweise-wir haben nie auf die Uhr geblickt), erreichen wir das schöne Gipfelkreuz.
Leider bietet es kaum Sonnenstrahlen und nur sehr eingeschränkten Blick auf Umgebung.
Deswegen machen wir uns nach kurzem Gipfelbucheintrag wieder auf den Waldweg hinab.
Hier machen wir eine bemerkenswerte Entdeckung.
Rund um einen Baum hat sich ein sonderbarer Pilzring von etwa 5 Meter im Durchschnitt gebildet.

Gleich mal hineingestellt - es könnte ja ein Kraftplatz sein :-) ...
Durch's raschelnde Laub ging's hinunter bis zur mir bereits bekannten Weggabelung.
Kurz überlegten wir hier noch einen "Kaffeeabstecher" zum Daxleitner zu machen.
Die Zeit war aber schon fortgeschritten und in die Dunkelheit kommen wollten wir dann auch nicht unbedingt. Deswegen einigten wir uns "unten" in der Pleschingerstube noch ein "Abschlusstässchen" zu gönnen.
Geplant - getan.
Nach Genuss von Koffein, weiteren interessanten Gesprächen und den letzten abendlichen Sonnenstrahlen am Pleschingersee, traten wir unsere Heimreise an.Ein Dank an dieser Stelle nochmal an meine charmante Begleitung. Wiederholung durchaus erwünscht :-)

Samstag, 18. Oktober 2008

Abbruch Grünalmkogel-> Brunnkogel (1708m)

Bei zunächst dichtem Nebel, breche ich heute um 9 Uhr mit Rad vom Vorderen Langbathsee zu meinem nächsten Bergziel auf. Noch vor Ende des vord.LB-Sees lichtet sich der Nebel und ich kann meinen Berg schon sehen.
Zunächst hatte ich den Grünalmkogel als Bergzziel.
Es sollte aber anders kommen.
Goldener Herbst - das Laub beeindruckend schön.
Da macht auch Radfahren Spaß.
Zum Hinteren Langbathsee gehts leicht bergauf. 68hm sind zu absolvieren.
Beim Einstieg zum Schafluckensteig deponierte ich mein Rad im Gebüsch.
Nun gings zu Fuß weiter.
Kurz komme ich hier mit einer Frau ins Gespräch.
Sie war von der Taferlklause gestartet und bereits über's Lueg hier zum Einstieg der Schaflucke gewandert. Mit Brunn- und Hochleckenkogel im Anschluß hat sie sich eine schöne, aber auch lange Runde ausgeklügelt.
Dennoch kein Problem, ist man mit einer guten Kondition ausgestattet.
Von jener kann ich allerdings nur träumen und muss kurz darauf gleich die nächste Verschnaufpause einlegen.
Dabei ging's jetzt erst los.
Steilwände ragten nun vor mir auf.
Die Steilheit des Geländes mit der Kamera einzufangen ist schwierig.
Ein schmaler Felsvorsprung in Verbindung mit langen Seilen zieht sich nun stetig die Wand hinauf.
Serpentinen die sich steil hinaufschlängeln als nette Abwechslung.
Der Hintere LB-See aus der Vogelperspektive.
Beim Schafalmblick hat man den steilsten Anstieg hinter sich gelassen.
Steinschlaggefahr gibts aber auch etwas später wieder.
Ich hab meinen Helm mitgenommen und ihn heute zum ersten Mal im Einsatz.
Hier sollte man eher rasch passieren.
Der Blick nach oben bereitet mir ein etwas mulmiges Gefühl.
Nachdem es wieder flacher wurde, vermutete ich auf der Schafalm zu sein.
Der Brunnkogel rückt bereits ins Blickfeld.
Kurz versuche ich die Jagdhütte Schafalm zu finden.
Da mein GPS heute aber gar nicht funktionieren wollte, brach ich die Suche ab.
Auch der Pfaffengraben schien mit seinen Latschenfeldern undurchdringlich.
Zudem verlief die Zeit heute irgendwie schneller... (oder ich langsamer?) ... jedenfalls änderte ich kurzerhand mein Bergziel für heute.
Der Grünalmkogel muss noch etwas auf meine Erstbesteigung warten.
... dafür werde ich heute den Brunnkogel zum zweiten Mal die Ehre erweisen.
Unterhalb des Mathiaskogels (südseitig) legte ich nach meinem Beschluss eine Rast ein.
Keine 3 Minuten später wurde ich von Dohlen umzingelt.
Die sind ganz schön frech und mutig und fressen einem sogar aus der Hand.
Die Gemsen sind da schon viel scheuer.
Nach 10 minütiger Pause erreiche ich kurz später den Mathiaskogel (einem Vorgipfel des Brunnkogels). Flach ansteigend erreiche ich weitere 10 Minuten später den Brunnkogel.
Links sieht man den Hochleckenkogel.
Am Gipfelkreuz herrscht wieder reges Treiben.
Das Panorama ist aber auch sehr sehenswert.
Südlich erblicke ich eines meiner Lieblingsberge - den Leonsberg.
Der sehr kalte lebhafte Wind macht meine Gipfelrast etwas ungemütlich.
Bald steige ich wieder Richtung Langbathsee ab.
Blick zurück - hinauf zum großen Gipfelkreuz.
Bei dieser "Kreuzung" war ich schon.
Nun gehts auf selbem Weg (Schaflucke) wieder hinab.
Blick hinab auf den hinteren LB-See.
Die Schatten werden immer länger.
Vollste Konzentration im Abstieg.
Ich ließ mir da heute sehr viel Zeit.
Einige Wanderer überholen mich. Aber Sicherheit geht mir vor.
Angesichts der Steilheit des Steiges sicher nicht unberechtigt.
Mit meinem Rad fuhr ich im Anschluss zur anderen Seite des Sees.
Blick zurück.
Noch einmal aktivierte ich mein GPS und siehe da, nun funktionierte es.
Nach kurzer Suche fand ich dort meinen dritten Geo-Cache.
Nach kurzem Eintrag, radelte ich weiter.
Radfahren auf Laub ...
Zwischen den beiden Seen wechselte ich wieder auf die Sonnseite...
...genoss noch die letzten wärmenden Sonnenstrahlen und letzte, stolze Blicke hinauf zum erklommenen Gipfel.
Abschließend wie immer meine Wanderung im Kartenüberblick.