Sonntag, 8. Juli 2007

Von St.Gilgen nach Fürberg

Am Sonntag packte ich wieder mal nen Klassiker aus.
Nach einer anstrengenden Samstags-Bergtour mußte es etwas gemütlicheres sein.
So wie zum Beispiel der idyllische Spazierer von St.Gilgen nach Fürberg.
Nach längerer Parkplatzsuche schlendere ich mit meiner Schwester um halb 11 von St. Gilgen weg richtung Fürberg.
immer entlang des Uferweges ...

die Qualität des Wolfgangsees ist wirklich beeindruckend.
Nach nicht mal einer Stunde des Schlenderns sind wir auch schon am Ziel.
Hier gibts dann Mittagessen.
Die Preise sind hier zwar saftig, aber solang es das Fleisch auch ist, solls mir recht sein :-)

lecker wars ...
Da der Schweinsbraten aber etwas schwer im Magen lag, beschlossen wir mit dem Schiff zurück zu schippern.
man gönnt sich ja sonst nix ... ;-)
Nicht nur der Schafberg und das Zwölferhorn, sondern einige andere Berge wie der Sparber und die Bleckwand stechen mir hier immer wieder ins Auge. Da oben müßte es wohl auch ganz schön sein, denk ich mir dann immer.
Vielleicht mach ich demnächst mal eines dieser sicherlich schönen Bergtouren.

Samstag, 7. Juli 2007

Überschreitung der Kalmberge (1827m + 1833m)

Um 5 Uhr klingelte der Wecker.
Heute stand meine schwierigste Wanderung für heuer am Plan.
Mehr als 1400 hm hab ich mir vorgenommen.
Ich wollte wieder mal an meine Grenzen kommen und schaun, wie weit mich meine Füße tragen wollen.

Um 6 Uhr fuhr ich bei bedecktem Himmel in Linz weg.
In Ebensee begann es dann sogar an zu tröpfeln.
Der Wetterbericht hatte eigentlich schönes Wetter vorausgesagt, deswegen dachte ich mir, dass es bald trockener werden würde, was sich später leider als Irrtum herausstellte.

Nach längerer Parkplatzsuche in Ramsau bei Bad Goisern beginnt um 7:45Uhr am Auslauf der Rodelbahn meine Tour.
Immer entlang der Rodelbahn gings zunächst gemütlich bergauf, bis zur "Zeitnehmungshütte" Nr.11. Hier muss man links abbiegen.
Ich folgte einem Güterweg, der nach 5 Minuten Gehzeit allerdings in einer Waldlichtung endete.
Ein Stück wieder zurückgegangen erkannte ich dann, dass ich die Abzweigung zum Wanderweg 888 verpaßt habe. (Trampelpfad am Bild ganz rechts)
Diesem entlang gings im hohen und äußerst nassen Gras entlang.
Schnell war meine Hose gänzlich durchnässt.
In einer Höhe von knapp 1300m wurde das Gras dann zwar endlich wieder kürzer, das Gelände jedoch dafür steiler.
Dort gabs zudem dann auch einige Schreckmomente.
Zunächst war es auf ca. 1000m ein Rebhuhn, dass mich erschreckte, danach, auf ca. 1100m ein merkwürdiger rabenähnlicher, schwarzer Vogel mit seinen schrillen lauten Schreien.
Er hatte einen Höcker auf der Nase und begleitete mich fast bis hinauf auf 1300m.
Nachdem ich ein kurzes Waldstück passierte, stand ich plötzlich vor einem großen, abschüssigen "Rinnsal", das es zu überqueren galt.
Dabei erschreckte ich wiederum einige Gämse unter mir, die die Flucht nach unten antraten. Beeindruckt von der abschüssigen Passage mit Seilversicherung, querte ich diese ganz langsam und bedächtig.
Die Seilversicherung war ungünstig - weil nur kniehoch - angebracht.
Der Grund: Ein Versicherungsbolzen im mittleren Bereich, hat sich samt eines größeren Brocken vom Fels gelöst und hing lose herum.
Dennoch querte ich problemlos und erreichte endlich, nach nassen und nebligen 3 Stunden die Tiefe Scharte(1477m).
Hier lege ich eine kurze Rast ein und betrachte etwas skeptisch diese Tafel.
3-4 Stunden zur Goiserer-Hütte? Noch sooo lang ?
Das konnte doch nicht stimmen - oder doch ?
Windstill und merkwürdig ruhig war es hier heroben.
Deshalb machte ich mich bald auf den Weg richtung Brenntenkogel,
der mir alsbald gespenstisch in seinem Nebelgewand erschien.
Das Wetter wurde statt besser immer schlechter und meine Motivation sank.
Nachdem ich den Brenntenkogel überschritten hatte und es wieder leicht bergab ging, begann es sogar wieder zu regnen. Jeder Schritt konnte mir nun zum Verhängnis werden. Zeitweise ging ich mit Regenschirm, was mir allerdings bald sinnlos erschien, da sowieso schon alles nass an mir war. Außerdem benötigte ich kurz darauf alle Hände, denn ich kam zur Schlüsselstelle der gesamten Tour. Dem Aufstieg zum niederen Kalmberg.
Hier hörte der Regen zum Glück wieder auf, allerdings waren die Felsen und die Seile nass und rutschig was das ganze zu einem riskanten und gefährlichen Unternehmen machte.
Meine Kondition und Konzentration waren in allerhöchstem Maß gefordert und angespannt.
Große Felsstufen - teilweise auch ohne Sicherungsseil ging es aufwärts.
Als ich endlich den höchsten Punkt des niederen Kalmberges erreichte, war ich ganz schön ausgepowert. Kein aussichtsreiches Gipfelkreuz, dass mich hier zur Belohnung erwartete, nur eine kleine Graskuppe mit viel Nebel drumherum. Etwas frustriert ging es weiter. Der Abstieg in die Senke zwischen den beiden Hauptgipfeln war dann die schlimmste Zeit meiner Tour.
3 mal rutsche ich an gar nicht mal steilen, dafür umso rutschiger und gatschigen Abstieg unsanft aus.
Meine Motivation war zu diesem Zeitpunkt annähernd Null und wär ein Lift oder ein Hubschrauber-Taxi ins Tal da gewesen, hätt ich jene sofort in Anspruch genommen.
Ich machte nochmal eine kleine Frust-Pause und telefonierte nach Hause,daß es mir gut ginge.
Naja zumindest war ich noch am Leben.
Dann machte ich mich wieder auf zum letzten Anstieg (ca. 170hm) zum Hohen Kalmberg.
Langsam und mit vielen Pausen dazwischen.
Wenigstens war jener Anstieg bei weitem nicht mehr so steil und kräfteraubend als jene zuvor.
Kurze Aufhellungen ließen die Hoffnung auf besseres Wetter aufkeimen.
Manchmal konnte man jetzt sogar schemenhaft den Gosaukamm erkennen.
Und dann endlich hatte ich es geschafft.
Am Gipfel angekommen.
Dort begrüßte mich ein Pärchen aus Oberweis.
Die ersten Wanderer denen ich heute begegnete.
Lange verweile ich mit ihnen hier am Gipfel, in freudiger Erwartung auf Wetterbesserung, die sich dann auch endlich einstellte.

aaahhh ... endlich was Blaues am Himmel :-)
Beim Abstieg richtung Goisererhütte sah ich dann den Indianerkopf (mit seiner großen Nase), so wie man ihn auch nennt.

Beeindruckend, wie der Gipfel plötzlich aus der Nebelsuppe erschien.
Vorbei an einer Höhle (Kalmoskirche) die den Protestanten damals als Unterschlupf und Zufluchtsort diente
... zur Goisererhütte, die genau an der Nebelgrenze erschien.
Hier gönnte ich mir dann eine kräftigende Wildsuppe und ein aufmunterndes Fläschchen Bier.
Außerdem kam ich mit einem -ebenso wie ich- "Solo-Wanderer" ins Gespräch. Er übernachte heute auf der Hütte und hatte den Gipfelgenuß noch vor sich.

Erst um 15:30 Uhr begann ich dann den Abstieg über das Kesseltal.
Ein wirklich schöner Weg, der sehr oft schöne Blicke nach Goisern zuläßt.
Bei den Sperrer-Hütten auf der Trockenthannalm bog ich dann rechts ab.
Knappe 20 hm gings von dort nochmal rauf zum Starthaus der WM-Rodelbahn.
Ab hier gings dann die ganze Rodelstrecke per pedes hinab zum Auto.
Um 17:30 Uhr - also erst nach fast 10 Stunden !!! erreiche ich wieder den Ausgangspunkt.
Eine lange und wetterbedingt kräfteraubende, aber dennoch schöne Tour ging zu Ende.
Gut habt's 'es g'macht Füße ...

P.S:
Ebenso noch ein Dank an meine Schutzengel,
deren Hilfe ich heute des öfteren in Anspruch nehmen mußte.


Sonntag, 1. Juli 2007

Hoisenradalm (969m)


Diesesmal gings mit meinen Eltern von Bad Ischl auf die Hoisenradalm.
Die erste Wanderung heuer, die ich mit meinen Eltern unternehme.
Um 7:30 Uhr fuhren wir von Wels weg.
Um 5 vor 9 gingen wir direkt in Bad Ischl (Grazer-Straße) weg.
Zuerst über den Dr.Sterz-Abendsitz - ein schöner, auf einer Kuppe thronender Kraftplatz, umringt von alten Linden ...

zum Einstieg des kaiser-Jubiläumsteiges.

1 1/2 Stunden steht hier angeschrieben.
2 Stunden brauchen wir allerdings.
Aufgrund einiger Pausen, die man sich aber hier bei diesen schönen Blicken auf Bad Ischl gönnen mußte.

Um 11:15 Uhr erreichten wir dann also unser Ziel - die Hoisenradalm.
Dort gönnten wir uns dann leckeres.
Zunächst ein kühles Blondes dazu eine Frittatensuppe, Vati eine Kaspressknödelsuppe.

Anschließend zum abrunden noch eine riesen Käseplatte.

welch Genuss ...
Aufpassen mußte man nur vorm Lama nebenan, dass einem das noch wegschnappen hättem können.

Nach ein paar kurzen Schmähs vom Hüttenwirt, gings dann weiter.
Ein paar Höhenmeter noch rauf ... bis auf 1005m Sh., dem höchsten Punkt unserer Wanderung.
Hier hätte man noch einen Gipfel - die Kolowratshöhe (1109m) mitmachen können (30min).
Da meine Eltern aber nicht erpicht darauf waren, wanderten wir weiter zur schönen Gschwendtalm.

Hier gings dann runter, zunächst auf einer schönen Almwiese, dann steiler durch einen Wald.
Als sich der Wald lichtete, ging es dann in einem langgezogenen Linksbogen immer entlang des Felsens ins Rettenbachtal. Rechts gehts hier senkrecht hinunter. Aber der Weg ist breit und sehr gut durch Netze abgesichert.

Sanft gehts dann immer entlang des Rettenbaches abwärts. Vorbei an den Gamsöfen, ein paar kleineren Höhlen. Zuletzt zog es sich aber ganz schön und Vati war froh als wir endlich ins Flache kamen, denn sein Knie meldete sich bereits wieder.

Um 14:50 erreichen wir das Auto, in dem es angenehme 50°C hatte.
Zum Abschluss gings wieder zu meinem Lieblingscafe am Traunsee,...

wo wir noch mit Bier, Eiskaffee und Kaffee die schöne Wanderung ausklingen ließen.

Samstag, 30. Juni 2007

Hintergahbergrunde zur Kreuzingalm


Die Wetterprognosen an diesem Tag versprachen Wetterbesserung im Lauf des Tages.
Und so ließ ich mich auch nicht beunruhigen, als ich gegen 9:45 Uhr meine Schwester in Wels bei leichtem Regen abholte.
Und tatsächlich, schon kurz danach lockerten die Wolken auf und einer schönen, wenn gleich auch kurzen Wanderung stand nichts mehr im Wege.
Mit dem Auto gings einiges an Höhenmetern den Gahberg hinauf.
Erste wunderbare Aussichtsplatzerl zum Attersee.
Kurz nach der Sternwarte parkten wir das Auto.

Nur wenige Meter und schon kamen wir zu einer schönen, alten Kirche(Kapelle), derer wir einen kurzen Besuch abstatteten.

Anschließend gings den Wald antlang leicht bergab bis zum Einstieg des Taubenkogels (901m).
Etwa 60 Höhenmeter waren dann dort zu "erklimmen". Für Elke gerade noch machbar.
Dafür ging es danach aber immer eben entlang schöner Buchen.

Blickrichtung immer gen Süden zum Richtberg, den ich demnächst oder vielleicht im Winter mal besteigen möchte.

Hier gehts runter zur Jausenstation Kreuzingalm.

Eigentlich wollte ich ursprünglich bis zum Gh. Schwarz und dort Mittag machen, aber ich merkte das Elke's Wanderlust schon jetzt nicht mehr ganz frisch war. 1Stunde wären es von hier noch bis zum Gh.Schwarz gewesen, aber unsere Mägen knurrten bereits und so machten wir schon auf der Hälfte des geplanten Weges einen Abstecher hinab zur Kreuzingalm, um dort unseren Hunger zu stillen.
Um Punkt 12 Uhr wurde es zünftig.
Ich gönnte mir eine Essigwurst und Elke ihre geliebten Krainer.
Gestärkt ging es dann hinab zur Kreuzung, wo wir rechts richtung Schaffling abbogen.
Von hier an nun wieder leicht bergauf.
Allerdings immer auf Asphalt, was Elke - im Gegensatz zu mir- viel lieber ist.

Kurz nach einer Rechtskurve in Schaffling sieht man dann bereits wieder unseren Ausgangspunkt. Rechts die Kapelle und links die kleine Sternwarte Gahberg.

Entlang des Waldrandes gings wieder zur Kapelle.

Kurz nach halb 2 waren wir dann bereits wieder beim Auto und traten die Heimreise an.